Syndrome in der Psychologie

Wenn bei der Psychologie von Syndromen gesprochen wird, sind Krankheitsbilder gemeint, die psychische oder geistige Beschwerden oder Einschränkungen hervorrufen.

Diese können entweder durch Schäden im Gehirn verursacht werden, die etwa durch die Geburt oder durch Unfälle entstehen, oder durch tragende Erlebnisse, wie etwa bei einer posttraumatischen Belastungsstörung. In der Regel sind Syndrome in der Psychologie jedoch Krankheiten oder eine Reihe von Symptomen, bzw. Beschwerden, die durch Erlebnisse hervorgerufen werden. Diese werden mit Medikamenten und psychischer Betreuung behandelt. Im Folgenden zwei Beispiele für bekannte Syndrome in der Psychologie.

Stockholm-Symdrom

Syndrome sind Krankheitsbilder, die psychische oder geistige Beschwerden oder Einschränkungen hervorrufen.

Syndrome sind Krankheitsbilder, die psychische oder geistige Beschwerden oder Einschränkungen hervorrufen.

Das Stockholm-Syndrom ist eine häufig auftretende psychische Störung, bei der die betroffenen im Bösen das Gute sehen. Dies geschieht bei sehr schweren oder ausweglosen Situationen wie etwa einer Entführung oder einer Gefangennahme. Nach einer gewissen Zeit bauen einige Personen beim Stockholm-Syndrom zu den Entführern oder Geiselnehmern freundschaftliche Beziehungen auf und wenden sich gegen diejenigen, die versuchen sie zu befreien. Sie sind nun auf der Seite der „Bösen“. Ursache für dieses Verhalten ist die ausweglose Lage, bei der das Gehirn auf einen Instinkt zurückgreift, wodurch der Geiselnehmer als Beschützer oder als Mutter angesehen wird.

Posttraumatische Belastungsstörung

Ein anderes Beispiel für ein Syndrom in der Psychologie ist eine posttraumatische Belastungsstörung bzw. Posttraumatisches Stress-Syndrom. Diese Störung wird durch bedrückende Erfahrungen hervorgerufen, die in der Vergangenheit gemacht wurden. Beispiele hierfür können ein Unfall, einen Verlust einer wichtigen Person, eine Vergewaltigung, Krieg oder Naturkatastrophen sein. Solche negativen Erlebnisse können für diese Personen so prägend sein, dass sie Erinnerungen auch lange nach dem Ereignis verfolgen. Die Erinnerungen sind manchmal so stark ausgeprägt, das die Geschädigten enorm unter den Erinnerungen leiden. Die Personen leiden bei diesem Syndrom unter Angst, Schlafstörungen, Albträumen und Übererregbarkeit. Die Folge davon können Vermeidungsverhalten, Rückzug oder Schuldgefühle sein.

Beim Vermeidungsverhalten meiden die Betroffenen Orte, Personen und Handlungsweisen, die sie an das Trauma erinnern können. Durch die Last der Erinnerungen können sich die Geschädigten erschöpft fühlen und ziehen sich deshalb zurück. Sie brechen Kontakt zu anderen ab, sind teilnahmslos und gleichgültig. Andere hingegen leiden unter Schuldgefühlen und Scham, da sie sich selbst für das geschehene die Schuld geben oder sich schämen, es anderen mitzuteilen. Dies kann bis zum Selbsthass führen.

All diese Folgen können bei betroffenen auch kombiniert auftreten. Bei einem Posttraumatischem Stresssyndrom, wie sich diese Erkrankung auch nennt, sollte mit einem Psychotherapeuten gesprochen werden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *