Die posttraumatische Belastungsstörung

Unter einer posttraumatischen Belastungsstörung versteht man eine Erkrankung im Bereich der Psychologie und Psychiatrie. Diese Diagnose wird bei Menschen gestellt, die durch ein Trauma psychisch belastet wurden und sich davon nicht mehr erholt haben, im Gegenteil, ihr Zustand verschlimmert sich unbehandelt immer weiter.

Wie entsteht eine posttraumatische Belastungsstörung?

So geht es vielen Menschen in Kriegsgebieten so. Sie erleben Gewalt, Tod und lebensbedrohliche Situationen. Viele Betroffene haben seitdem Zustände, die einen erheblichen Leidensdruck auslösen. Sie träumen von ihrem Trauma, bei Geräuschen, die sie an das Trauma erinnern, fühlen sie sich, als wären sie wieder in der Situation. Ähnliches kann bei Bildern, Gerüchen, Worten, eben bei ganz alltäglichen Momenten passieren. Und je länger sie den Weg zu einem Arzt scheuen, desto mehr verschlimmert sich die posttraumatische Belastungsstörung.

Umgang mit einer posttraumatischen Belastungsströrung

Eine Posttraumatische Belastungsstoerung tritt bei Menschen auf, die durch ein Trauma psychisch belastet wurden.

Eine Posttraumatische Belastungsstoerung tritt bei Menschen auf, die durch ein Trauma psychisch belastet wurden.

Vielen Menschen, die Gewalt oder sexuelle Gewalt erleben mussten, oder auch diese, die lebensbedrohlich erkrankt waren, leiden von da an unter der posttraumatischen Belastungstörung. Ihnen hilft dann oft nur noch der Gang zu einem Psychiater. Dort werden sie zum einen, wenn es der Zustand nötig macht, mit Medikamenten versorgt, die ihnen das Leben ein Stück weit wieder erträglich machen sollen. Gleichzeitig überweisen die Ärzte die Betroffenen an Psychologen und Traumatherapeuten, damit sie lernen, mit ihrer posttraumatischen belastungsstörung besser umzugehen und an ihr zu arbeiten, dass die Symptome und Beschwerden in den Hintergrund treten.

Wie therapiert man eine posttraumatische Belastungsstörung?

Die Therapie einer posttraumatischen Belastungsstörung verläuft in der Regel nach dem Grundsatz: Zuerst geht es um Stabilität. Dann geht es weiter mit Stabilität. Wichtig ist Stabilität. Danach geht der Therapeut in den Bereich der Verarbeitung des Traumas. Die Patienten werden durch den Therapeuten begleitend wieder in die Traumata geführt, damit sie sie verändern können. So lernen sie zum Beispiel, eine Erinnerung wie einen Film im Fernsehen zu behandeln. Das hilft, damit sie bei dem Film die Lautstärke, die Länge, die Farbe und vieles weitere in dieser Richtung, selber regulieren können und sich so in einer Flash-Back-Situation selber wieder aus dem Trauma holen können. Das benötigt allerdings eine ganze Weile und viel Übung, bis sie beherrscht wird. Aber dann funktioniert es auch zuverlässig.

Begleiterscheinungen bei einer posttraumatischen Belastungsstörung

Wenn die Betroffenen zum Beispiel Opfer einer Geiselnahme waren, ist es nicht selten, dass sich die Geiseln auf die Seite der Gewalttäter stellen, sich mit ihnen identifizieren können. Das nennt der Fachmann dann das Stockholm-Syndrom. Im Nachhinein können sich die Opfer ihr Verhalten nicht mehr erklären. Das ist eins der seltsamsten Syndrome in der Psychologie. Stockholm deshalb, weil der Überfall auf eine Bank in Stockholm, er mehrere Tage dauerte und wo es passiert ist, dass die Geiseln lieber auf der Seite der Täter, als auf der der Polizei waren. So kam es zu dem Begriff. Später, im Rahmen der Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung, erkennen die Opfer erst wieder, was da mit ihnen passiert ist und können sich ihr Verhalten im Nachhinein nicht mehr erklären.

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